Netzwerkselbstbewertung

Die nationalen Netzwerke für den ländlichen Raum (NLR) tragen in den Mitgliedstaaten der EU zum Erreichen und zur Weiterentwicklung der in den Entwicklungsprogrammen für den ländlichen Raum (EPLR) bestimmten Entwicklungsziele bei. Die NLR ermöglichen und erleichtern den Austausch zwischen all jenen Partnern in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft, die am Vollzug der Politik für die Entwicklung des ländlichen Raums beteiligt sind.

Ein nationales Netzwerk für den ländlichen Raum kann im Wege einer Selbstbewertung feststellen, ob es effektiv auf seine Ziele hinarbeitet. Insofern unterscheidet sich die Selbstbewertung von der formalen und obligatorischen Bewertung von EPLR gemäß der Verordnung über die Förderung der ländlichen Entwicklung [1] [PDF ].

Als Grundlage für die Selbstbewertung dient eine „Interventionslogik“, in der die Verbindung zwischen Zielen und Maßnahmen, der Mittelbedarf und die Ergebniserwartungen niedergelegt sind. Die Interventionslogik erleichtert den NLR die Aufstellung von Arbeitsprogrammen (Aktionsplänen) und die Messung des Programmerfolgs.

Das Instrumentarium des ENLR zum Thema Selbstbewertung von NLR einschließlich Interventionslogik-Dokumenten für die Programmperiode 2007-2013 findet sich hier.

Bewertung von NLR-Veranstaltungen

Mit Netzwerkveranstaltungen tragen die NLR maßgeblich dazu bei, dass sich die Interessenträger der ländlichen Entwicklung stärker an der Umsetzung der entsprechenden Politik beteiligen. Eine Bewertung dahingehend, wie effektiv eine NLR-Veranstaltung zum Erreichen dieses Ziels beigetragen hat, beginnt am besten mit einer Teilnehmerbefragung und der Auswertung der eingereichten Antworten. Sie lässt sich aber um einen systematischen Veranstaltungsvergleich sowie eine Beurteilung der Langzeitergebnisse und der Effizienzsteigerung erweitern.

Bewertung der NLR-Themenarbeit

Für eine bessere Umsetzung der Politik für die Entwicklung des ländlichen Raums ist sowohl der thematische als auch der analytische Austausch unter den Interessenträgern unerlässlich. Dieser Austausch findet in der Regel in Themengruppen (TG) statt, die von den NLR gebildet und getragen werden. Zur Bewertung der Effektivität des thematischen Austausches wird gemessen, inwieweit der Austausch für die TG-Mitglieder und ein breiteres Interessenträgerspektrum von Nutzen ist und die Umsetzung der Politik für die Entwicklung des ländlichen Raums beeinflusst.

  • Fallstudie „Von TG-Mitgliedern angeregte Themengruppen-Selbstbewertung“, NUS Schweden [PDF ]

 

Mehr über Aufgaben, Arbeitsweise und Erfahrungsschatz der NLR in der Rubrik:

  • NLR-Porträts: Kurzdarstellung von Struktur und Arbeitsweise der NLR und der NUS; 
  • NLR-Sachstandsberichte: aktuelle Informationen über NLR, NUS und ihre Arbeit;
  • NLR-Instrumentarium: Sammlung nützlicher Arbeitshilfen zur Unterstützung der NUS bei ihrem Beitrag zum Erreichen wesentlicher NLR-Ziele;
  • Tagungen und Seminare der NLR: mit Links zu sämtlichen europäischen Tagungen der NLR in der Programmperiode 2014-2020.

[1] Verordnung (EU) Nr. 1303/2013