Einbindung der Interessenträger

Die politische Einbindung von Interessenträgern in die Entwicklung des ländlichen Raums bedeutet die Ermöglichung der individuellen Mitwirkung und Mitbestimmung, angefangen bei den Trägern der politischen Gestaltung bis hin zu den Projektbegünstigten, auf allen Stufen des politischen Prozesses von der politischen Entscheidung bis zu einer besseren Umsetzung vor Ort.

Dieses breite Interessenträgerspektrum lässt sich grob in drei Gruppen unterteilen:

  • Träger der politischen Gestaltung und Ausführung sowie Träger der Programmgestaltung und Programmausführung: politische Entscheidungsträger; öffentliche Verwaltung auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene sowie europäische Institutionen; Lokale Aktionsgruppen LEADER.
  • Vertretungen der Interessengruppen: Interessenvereinigungen von Land- und Forstwirtschaft, Grundeigentümern, verarbeitendem Gewerbe, Ernährungswirtschaft, Umweltschützern, Forschern, Landgemeinden und benachteiligten Gruppen.
  • Akteure vor Ort: potenzielle und tatsächliche Begünstigte und Beteiligte von ELER-Projekten mit Landwirten und Raumplanern an der Spitze.

Die größte Stärke von ländlichen Netzwerken sowohl auf nationaler (NRN) wie auch auf europäischer (ENRD) Ebene besteht darin, dass sie die sehr unterschiedlichen Interessengruppen auf einer gemeinsamen Plattform zusammenführen können. In der Programmperiode 2014-2020 haben die Netzwerke einerseits mehr Rechte, andererseits aber auch die Pflicht, die Interessenträger zwecks besserer Ausgestaltung und Ausführung der Politik zur Entwicklung des ländlichen Raums stärker einzubinden.

Das Diagramm veranschaulicht, mit welchen Rahmenbedingungen die Netzwerke des ländlichen Raums die diversen Interessengruppen zusammenführen.

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Die Netzwerke des ländlichen Raums können insbesondere

  • als Brückenbauer zwischen staatlichen Stellen, Interessengruppen und Handlungsträgern vor Ort fungieren;
  • Koordination, Kommunikation und Kapazitätsaufbau zwischen den staatlichen Stellen auf allen Ebenen fördern;
  • beim Kapazitätsaufbau und bei der Ausarbeitung gemeinsamer Positionen zwischen den Beteiligten vor Ort und deren Vertretungsorganen helfen;
  • dabei helfen, breitere betroffene Schichten anzusprechen und sie über die Vorteile der Politik zur Entwicklung des ländlichen Raums zu informieren.

 

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Die ENRD-Kontaktstelle arbeitet im Wege des Kapazitätsaufbaus und der Stärkung des Informationsflusses zwischen den diversen Interessengruppen fortwährend auf eine stärkere Beteiligung der Interessenträger hin. Dabei macht sie sich die vielfältigen Beziehungen des ENRD zunutze.

Aus der Arbeit am Thema „Stärkere Einbindung der Interessenträger“ sind unter anderem hervorgegangen: